"Mann" singt

  



Chronik


1976-1995

Leider endete die Zusammenarbeit mit Dirigent Willy Jaud schneller als erwartet, da dieser aus gesundheitlichen Gründen kündigte. Da auch die Ehinger "Liedertafel" ohne Dirigent war, beschloß man abzuwarten, was sich dort tut. In Ehingen war Heinz Feil, der Sohn des früheren Berger Dirigenten Peter Feil, zunächst als Aushilfe eingesprungen. Er ließ auch die Berger nicht im Stich, und schon bei der Fastnachtsfeier des Vereins am 29.2.76 fand der erste Auftritt unter seiner Leitung statt. Als "Aushilfsdirigent" versprach er, alle 14 Tage eine Singstunde zu halten.  Die traditionellen Aktivitäten des Vereins konnten in vollem Umfang weitergeführt werden. Es würde zu weit führen, diese alle aufzuzählen. Gesellige Höhepunkte im Vereinsleben sind nach wie vor die gut besuchten Fastnachtsveranstaltungen, wobei sich fast jeder Sänger als Schauspieler entpuppt. Seit 1977 wurde in der Weihnachtszeit wieder Theater gespielt, allerdings in kleinerem Rahmen. Im Jahr 1977 veranstaltete der Gesangverein auch erstmals das traditionelle St. Ulrichsfest. 1990 wurde für diesen Anlass mit den beiden anderen Vereinen in Berg, Schützenverein und Sport-Club, eine Festgemeinschaft gebildet, die seither erfolgreich zusammenarbeitet.  Die Pflege des Gesangs kam dabei nicht zu kurz. Es gelang immer wieder, neue und junge Sänger für den Chor zu gewinnen. Im Jahre 1986 hatte der Chor die vorher noch nie erreichte Höchststärke von 37 Aktiven. Musikalische Höhepunkte waren Konzerte der "Liedertafel Ehingen", wo die Berger Sänger gern als Verstärkung mitwirkten: 1978 "Herbstliches Jagdkonzert" mit Jagdhornbläsern, 1985 "Romantische und zeitgenössische Musik", 1986 "Zoller-Konzert", 1989 "Chöre und Lieder aus Klassik und Romantik", 1992 "Chorkonzert zum 160jährigen Jubiläum der Liedertafel".  Im Mai 1988 veranstaltete die Stadt Ehingen erstmals eine "Ehinger Musikwoche", wo der Gesangverein Berg die Liedkantate von Willy Trapp "Freut euch des Lebens" vortrug und sich bei den gemeinsamen Männerchören beteiligte. Eine Premiere war auch im Jahre 1993 die Rundfunkaufnahme für die Sendung "Sang und Klang aus Stadt und Land".  In den letzten Jahrzehnten besuchte der Gesangverein fast alle Sängerfeste des Gaues und sang bei vielen Freundschaftssingen von Nachbarvereinen. Die Berger Sänger waren aber auch gern gesehene und gern gehörte Gäste in anderen Sängergauen. Im Jahre 1982 war der Chor Gast in Unterschneidheim im Ries, 1990 in Renquishausen auf dem Heuberg, und 1994 konnten freundschaftliche Beziehungen zum gemischten Chor in Durlach-Aue geknüpft werden.  Dass in Berg guter Chorgesang gepflegt wird, wurde auch durch die Beurteilungen des Chores bei Kritiksingen des Gaues bestätigt. 1982 in Ehingen beim Vortrag von Paul Zolls "Sonne scheint nimmermehr" wurden insbesondere "Aussprache und Rhythmik als sehr gut angesprochen". Beim Gausängerfest in Offingen trug der Chor "Laß doch der Jugend ihren Lauf" von Arnold Kempkens vor. Prof. Karl Hermann Mäder als kritischer Berichterstatter bescheinigte dem Chor: "Spaß hat das Zuhören allemal gemacht... Die heutige Leistung hinterließ einen beachtlichen und sicheren Eindruck", zumal der Chor sein Lied auswendig zu Gehör brachte.  Die wöchentliche Singstunde am Freitagabend war inzwischen zur Regel geworden. Nur in den Ferienwochen wird kurz pausiert, aber über 40 Singstunden im Jahr sind auch die erste Voraussetzung für jährlich bis zu 20 öffentliche Auftritte des Chores. Ein Freitag ohne Singstunde ist auch deshalb kaum auszuhalten, weil dann die Nachsingstunde ausfällt und damit die zweite Lieblingsbeschäftigung der Berger Sänger, das Kartenspielen.  

Im Jubiläumsjahr kann der Berger Gesangverein voller Stolz und Befriedigung Bilanz ziehen. Im neuen Schulhaus konnte die Stadt Ehingen dem Verein ein geeignetes Probelokal zur Verfügung stellen. Das im Jahr 1927 angeschaffte Harmonium ist längst durch ein Klavier ersetzt worden, und seit Weihnachten 1984 präsentiert sich der Verein in einer kompletten einheitlichen Uniform.  Im Verein herrscht Kameradschaft und Harmonie. Die überaus lange Amtszeit von Vorstand Georg (Schorsch) Maier sen. - 65 Jahre aktiver Sänger und seit 1956 Vorstand - beweist dies ebenso wie die fast 20 Jahre währende "Aushilfsdirigententätigkeit" des derzeitigen Chorleiters. Auf der Generalversammlung am 31. März dieses Jahres legte Georg Maier sen. sein Vorstandsamt nieder. Einstimmig wurde er zum Ehrenvorstand ernannt. Die kontinuierliche Weiterarbeit ist gesichert, da sein Sohn Georg Maier jun. einstimmig zum Nachfolger gewählt wurde. Damit ist das Vorstandsamt in der dritten Generation in der gleichen Familie.

Fortsetzung folgt............

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